Covid-19

 

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer

Die vom Bundesrat verhängten Massnahmen zum Coronavirus treffen die Unternehmen und Selbständigerwerbenden mit voller Wucht. Der VWP möchte seine Mitglieder in dieser schwierigen Zeit so gut wie möglich unterstützen. Nachstehend ein paar wichtige Informationen für Sie.

Was gilt zurzeit?

Der Bundesrat hat am 24. Februar einen zaghaften Öffnungsschritt beschlossen. So dürfen ab dem 1. März alle Geschäfte mit entsprechenden Schutzkonzepten und Kundenbeschränkungen wieder öffnen. Die Gastronomie allerdings bleibt komplett geschlossen. Frühestens am 22. März soll allenfalls die Öffnung der Aussenbereiche möglich sein.

  • Restaurants und Klubs sind geschlossen
  • Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken können öffnen
  • Es gilt Homeoffice Pflicht
  • Die Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen, Zoos und botanische Gärten können öffnen
  • Treffen im Familien- und Freundeskreis mit bis zu 15 Personen sind wieder erlaubt
  • Sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Personen sind erlaubt
  • Jugendliche und junge Erwachsene bis 20 Jahre können den meisten sportlichen Aktivitäten wieder nachgehen

Der nächste Öffnungsschritt soll am 22. März erfolgen. Dabei geht es unter anderem um Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in begrenztem Rahmen, Homeoffice-Pflicht, Sport in Innenräumen und die Öffnung von Restaurantterrassen.

Link BAG mit den Details
Massnahmen 22.12.2020

 

Kantone

Die von den Kantonen beschlossenen Massnahmen finden Sie unter: www.ch.ch

Schutzkonzept

Die Eigenverantwortung bleibt wichtig. Vor einer Ansteckung schützen Sie sich, indem Sie die Hände regelmässig mit Seife waschen und Abstand halten. Mehrmals täglich lüften.
Alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen.

VWP Musterschutzkonzept-Vorlage

Arbeit

Keine Minusstunden für Lernende. Viele Lehrbetriebe haben aufgrund der Corona-Pandemie zu wenig Arbeit oder schränken ihre Öffnungszeiten wegen der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen ein. Das kann bedeuten, dass die Lernenden die Soll-Arbeitszeit nicht einhalten können. Minusstunden dürfen ihnen deswegen nicht angerechnet werden, weil rechtlich ein sogenannter Annahmeverzug des Arbeitgebers vorliegt (OR Art. 324).

Homeoffice Pflicht: Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.

Wo Homeoffice nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Neu gilt zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.

Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des SECO

 

Kurzarbeit und Härtefall-Zahlungen

Der Bundesrat stockt die staatlichen Beihilfen für Härtefälle auf und erhöht dabei den Bundesanteil von ursprünglich 400 Mio. Franken in einer zweiten Etappe auf insgesamt 1.9 Mrd. Franken. Zusammen mit den Kantonen stehen somit 2.5 Mrd. Franken zur Verfügung.

Dabei werden die Leistungen der Kurzarbeit so ausgedehnt, dass befristet Angestellte sowie Auszubildende wieder einen Anspruch haben. Auch die vereinfachte Anmeldung für die Kurzarbeitsentschädigung, die im Frühling eingeführt wurde, soll weiter zur Anwendung kommen. Zudem wird die Karenzfrist wieder aufgehoben und die maximale Dauer der Kurzarbeit für Ertragsausfälle von mehr als 85 Prozent abgeschafft. Die Arbeitgeber unterstützen diese Gesetzesanpassungen.

Der Bundesrat hat die Bedingungen gelockert, die ein Unternehmen erfüllen muss, um Härtefallhilfe zu erhalten. Unter anderem gelten Betriebe, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen werden, neu ohne Nachweis eines Umsatzrückgangs als Härtefall. Die Obergrenze der Beiträge werden auf 20 % des Umsatzes bis maximal 750’000.– erhöht.

Fragen zur Abwicklung eines Gesuchs sind im Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Sie finden die kantonalen Kontaktdaten auf covid19.easygov.swiss. Die Verordnung des Bundes regelt, wie die Mittel des Bundes auf die Kantone verteilt werden und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich der Bund an den Kosten der kantonalen Härtefallregelung beteiligt.

 

 


Ihre Ansprechpartner:

Florian Tanner
Präsident VWP, Leiter Geschäftsstelle
Fachlehrer Schule für Gestaltung Zürich/Fachbereichsleiter Weirterbildung
Geschäftsstelle
Kompetenzzentrum für die Branche
Kommunikation nach Innen und Aussen