Covid-19

 

Geschätzte Mitglieder, Leserinnen und Leser

 

Neuigkeiten vom 8. September 2021

Wegen des Personalmangels auf den Intensivstationen in den Spitälern sieht sich der Bundesrat gezwungen, die Ausweitung des Covid-Zertifikats auf den 13. September 2021 einzuführen. Beunruhigt hat den Bundesrat zweifellos auch, dass der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen weiter steigt und Spitäler bereits von drohender Triage sprechen, bei der Ungeimpfte vermutlich das Nachsehen hätten.

Ab Montag, 13. September 2021, gilt im Innern von Restaurants, von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie an Veranstaltungen in Innenräumen eine Zertifikatspflicht. Das Zertifikat darf auch von Arbeitgebern im Rahmen von Schutzmassnahmen genutzt werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 8. September entschieden. Damit reagiert er auf die anhaltend angespannte Lage in den Spitälern. Die Massnahme ist bis am 24. Januar 2022 befristet. Der Bundesrat hat zudem zwei Vorlagen in Konsultation geschickt: zur Einreise von nicht-genesenen und nicht-geimpften Personen sowie zum Zugang zum Schweizer Covid-Zertifikat für Personen, die im Ausland geimpft wurden.

Zertifikat darf im Arbeitsbereich genutzt werden

Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmenden nur dann überprüfen, wenn es dazu dient, angemessene Schutzmassnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen. Die Information über den Immunitätsstatus oder das Testergebnis dürfen ausserdem für keine weiteren Zwecke verwendet werden. Falls ein Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmenden einen Test verlangt, muss er die Kosten dafür selber tragen. Nur wenn der Test im Rahmen der repetitiven Tests im Betrieb erfolgt, übernimmt der Bund die Kosten. Die Verwendung des Zertifikats sowie die daraus abgeleiteten Massnahmen müssen bei den Arbeitnehmenden konsultiert und schriftlich dokumentiert werden. Der Arbeitgeber muss aus Datenschutzgründen, wenn immer möglich, das datenarme «Zertifikat light» verwenden.

Internationaler Personenverkehr
Gemäss Bundesratsbeschluss müssen alle Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, für die Einreise – unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel – ab dem 20. September einen negativen Test vorweisen. Vier bis sieben Tage nach der Einreise müssen sich diese Personen noch einmal auf eigene Kosten testen lassen. Mit dieser Verschärfung will der Bundesrat nach eigenen Angaben eine Zunahme der Infektion nach den Herbstferien verhindern. Ausgenommen von diesen Einreiseverschärfungen sind die Grenzgänger.

Link zum BAG

 

Kantone

Die von den Kantonen beschlossenen Massnahmen finden Sie unter: www.ch.ch

Schutzkonzept

Durch Schutzkonzepte soll eine Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. Deshalb müssen alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, die geöffnet sein dürfen, spezifische Schutzkonzepte umsetzen.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen und Trennwände anzubringen, um eine Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Für alle Branchen gelten dieselben Vorgaben für Schutzkonzepte. Diese Vorgaben sind durch die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie (Art. 4 und Anhang) geregelt. Verbindliche Rahmen- und Musterschutzkonzepte gibt es nicht mehr, Branchen und Verbände können diese jedoch als Hilfestellung zur Verfügung stellen. Die Betreiber sind weiterhin verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen.

VWP Musterschutzkonzept-Vorlage

 

Kurzarbeit

Mit der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) deckt die Arbeitslosenversicherung (ALV) den Arbeitgebern zugunsten ihrer Arbeitnehmenden, die von Kurzarbeit betroffen sind, über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Der Bundesrat hat entschieden, bis Ende September 2021 das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beizubehalten. Für die Abrechnungen von KAE während der Gültigkeit des summarischen Verfahrens sind ausschliesslich die hier zur Verfügung stehenden eServices und COVID-19-Excel-Formulare zu verwenden.

Das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit wird bis Ende August beibehalten. Voranmeldungen, bei denen die Bewilligung am 1. September 2021 oder später beginnen soll, müssen wieder per ordentlichem Verfahren eingereicht werden. Das Formular zur Voranmeldung von Kurzarbeit mittels ordentlichem Verfahren finden Sie auf der Seite eServices und Formulare für Kurzarbeitsentschädigung. Der entsprechende eService für das ordentliche Verfahren zur Voranmeldung steht ab 1. September 2021 zur Verfügung.

Kurzarbeitsentschädigung COVID-19 – Informationen von arbeit.swiss


Ihre Ansprechpartner:

Florian Tanner
Präsident VWP, Leiter Geschäftsstelle
Fachlehrer Schule für Gestaltung Zürich/Fachbereichsleiter Weiterbildung
Geschäftsstelle
Kompetenzzentrum für die Branche
Kommunikation nach Innen und Aussen

Möchten Sie immer auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter! Zur Anmeldung