Covid-19

 

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Neuigkeiten vom 1. November 2021

Gestärkt durch die Konsultationen hält der Bundesrat bei der Kostenpflicht der Covid-Tests unbeirrt an seiner Position fest. Demnach werden, entgegen den Forderungen der beiden Parlamentskommissionen, die Tests für Covid-Zertifikate ab dem 11. Oktober kostenpflichtig. Ausgenommen davon sind bis Ende November Personen mit einer ersten Impfung, aber ohne Zertifikat. Unbeschränkt gratis bleiben die Tests für alle Personen unter 16 Jahren.

Zudem übernimmt der Bund beim repetitiven Testen nach einer Übergangsfrist die Kosten für die Ausstellung von Zertifikaten. Damit können etwa Unternehmen, die bisher die Kosten selber getragen haben, die am Arbeitsplatz angebotenen regelmässigen Test samt Zertifikat künftig gratis anbieten. Für die Arbeitgeber ist dies ein wichtiger Fortschritt. Zusammen mit einer durchdachten Impfoffensive versprechen sich die Arbeitgeber einen markanten Schub, um die im internationalen Vergleich sehr tiefe Impfquote von derzeit rund 57 Prozent in der Schweiz deutlich zu erhöhen.

Covid-Zertifikat: Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmenden überprüfen, wenn es dazu dient, angemessene Schutzmassnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen. Die Information über den Immunitätsstatus oder das Testergebnis dürfen nicht für weitere Zwecke verwendet werden. Die Verwendung des Zertifikats sowie die daraus abgeleiteten Massnahmen müssen bei den Arbeitnehmenden konsultiert und schriftlich dokumentiert werden. Der Arbeitgeber muss aus Datenschutzgründen, wenn immer möglich, das datenarme «Zertifikat light» verwenden.

Homeoffice-Empfehlung: Homeoffice ist in allen Bereichen, in denen es ohne unverhältnismässigen Aufwand möglich ist, zu Hause zu arbeiten, empfohlen.

Maskenpflicht in Innenräumen:  Auch für Arbeitnehmende gilt die generelle Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenbereichen. Ansonsten gibt es im Arbeitsbereich keine generelle Maskenpflicht mehr. Der Arbeitgeber hat aber weiterhin die Pflicht, die Arbeitnehmenden zu schützen und zu entscheiden, wo und wann das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz nötig ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des SECO.

 

Kantone

Die von den Kantonen beschlossenen Massnahmen finden Sie unter: www.ch.ch

Schutzkonzept

Arbeitgeber müssen kein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen, sofern der Betrieb nicht öffentlich zugänglich ist. Jedoch sind Arbeitgeber verpflichtet, den Schutz der Arbeitnehmenden gemäss Verordnung zu gewährleisten. Das heisst, Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen betreffend Hygiene und Abstand einhalten können.

Die Arbeitgeber müssen zudem weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung) treffen. Dies umfasst die physische Trennung, getrennte Teams, regelmässiges Lüften oder das Tragen von Masken. Neu hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, das Vorweisen des Covid-Zertifikats von seinen Arbeitnehmenden zu verlangen und diese Informationen zum Zweck des angemessenen Schutzes zu verwenden.

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des SECO

VWP Musterschutzkonzept-Vorlage

 

Kurzarbeit

Die bundesrätliche Verlängerung des summarischen Verfahrens bei der Abrechnung von Kurzarbeit entlastet die anspruchsberechtigten Unternehmen administrativ und trägt zur wirtschaftlichen Erholung bei. Ausserdem setzt der Bundesrat statt Gratistests jetzt auf eine Impfoffensive. Die Arbeitgeber führen ihre Anstrengungen zur Krisenbewältigung fort.

Mit der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) deckt die Arbeitslosenversicherung (ALV) den Arbeitgebern zugunsten ihrer Arbeitnehmenden, die von Kurzarbeit betroffen sind, über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Der Bundesrat hat das summarische Abrechnungsverfahren für Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) vom 1. Oktober auf den 31. Dezember 2021 verlängert. Er unterstützt damit die wirtschaftliche Erholung der auf KAE angewiesenen Unternehmen. Gemäss dem Bundesrat kennt eine überwiegende Mehrzahl der Betriebe, die seit Beginn der Pandemie Kurzarbeit einsetzen, ausschliesslich das summarische Abrechnungsverfahren. Diese Betriebe müssen für den Abruf der Versicherungsleistung weniger Informationen angeben. Gleichzeitig werden die Arbeitslosenkassen entlastet, indem sie die KAE als Pauschale in Prozenten der Lohnsumme berechnen und ausrichten können.

Kurzarbeitsentschädigung COVID-19 – Informationen von arbeit.swiss


Ihre Ansprechpartner:

Florian Tanner
Präsident VWP, Leiter Geschäftsstelle
Fachlehrer Schule für Gestaltung Zürich/Fachbereichsleiter Weiterbildung
Geschäftsstelle
Kompetenzzentrum für die Branche
Kommunikation nach Innen und Aussen

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